Fächer:

  • Akkordeon
  • Blockflöte
  • E-Bass
  • E-Gittarre
  • Früherziehung
  • Gesang
  • Gitarre
  • Keyboard
  • Klarinette
  • Klavier
  • Pop-Piano
  • Posaune
  • Querflöte
  • Saxophon
  • Schlagzeug
  • Trompete
  • Violine
  • Oboe

Akkordeon:

Das Akkordeon in seiner heutigen Form ist ein noch sehr junges Instrument. Das erste "Accordion", 1829 in Wien patentiert, war diatonisch, d.h. auf wenige Dur-Tonarten ausgerichtet. Doch bereits zu Anfang unseres Jahrhunderts war diese wechseltönige Handharmonika zum chromatischen Akkordeon weiterentwickelt worden. Im Folgenden wird das traditionelle Instrument, also das Akkordeon mit starrem Akkordwerk auf der Baßseite, STANDARD-AKKORDEON genannt; das Akkordeon mit Einzeltonmanual links führt die Bezeichnung EINZELTON-AKKORDEON. Für beide Instrumententypen mußten separate Lehrpläne erstellt werden. Das Manual der rechten Hand wird bei bei- den Instrumententypen als M1 bezeichnet. Das Manual der linken Hand beim Standart-Akkordeon mit M2 und beim Einzelton-Akkordeon mit M3. Das Akkordeon ist in erster Linie Solo-Instrument. Im Laienmusizieren stellen die zahlenmäßig sehr verbreiteten "Akkorde- on-Orchester" und Spielgruppen einen bemerkenswerten Faktor dar. Der Schüler/die Schülerin soll im Unterricht nach dem Erlernen der Grundtechniken die unterschiedlichsten Klang- und Spielarten des Akkordeons kennenlernen. Es geht nicht nur darum, ihn/sie an die traditionelle Akkordeonmusik heranzuführen, sondern er/sie soll auch Gelegenheit erhalten, das Umsetzen aller musikalischen Stielrichtungen auf dem Instrument zu erlernen. Selbst die Vorstellung, sich im Boogie-Rhythmus des Akkordeons zu bewegen oder sich beim Erklingen der weichen Töne zu entspannen, sind gar kein so befremdlicher Gedanke mehr. Mit La Paloma und Schneewalzer jedenfalls sind die Möglichkeiten des Akkordeons bei weitem noch nicht erschöpft. Das Akkordeon ist für einen frühzeitigen Begin des Instrumentalunterrichts zu empfehlen. Die Größe des Instruments sollte aber unbedingt den körperlichen Gegebenheiten des Spielers entsprechen

Blockflöte:

Die Blockflöte wurde vielfach in früheren Jahren als "Kinderinstrument" abgewertet, das nur in der Schule zum Erlernen von Liedern und musikalischen Grundbegriffen Verwendung fand. Schon längst hat sich gezeigt, wie virtuos eine Blockflöte gespielt werden kann, was natürlich Fleiß und Ausdauer, wie bei jedem anderen Instrument, erfordert. Es gibt zahlreiche Solisten und Kammerensemble, die ihr Können in Konzertsälen unter Beweis stellen. Am bekanntesten ist die Sopran- oder C-Flöte. Mit dieser Flöte findet auch meisten der Anfangsunterricht statt. Das eigentliche Soloinstrument ist aber die Alt- oder F-Flöte. Für diese etwas größere Flöte wurden zahlreiche Sonaten und Konzerte geschrieben, von leichter Literatur bis hin zu hohem Schwierigkeitsgrad. Die Tenor- und Bassflöte findet vor allem Verwendung im Blockflötenquartett oder anderen Kammermusikgruppen. Das Reizvolle an der Blockflöte ist ihre vielseitige Verwendung, die auch das gemeinsame Musizieren, aufeinander eingehen und hören lernen, ein Gemeinschaftsgefühl und Spaß an der Musik fördert. Mögliche Besetzungen sind: Blockflöte und Klavier, Orgel oder mehrere Blockflöten (vom Quartett bis zum Orchester).

E-Gitarre:

Der wichtigste Instrumentalist in einer Rockgruppe ist gewöhnlich der Leadgitarrist. Viele große Namen der Rockszene (Jimi Hendrix, Eric Clapton, Eddi van Halen, Richi Blackmore...) etablierten sich in erster Linie durch ihr Lead-Gitarrenspiel. Vom Leadgitarristen wird erwartet, dass er durch kreative Lead-Gitarre- Figuren bereichert. In der Tat ist die Aufgabe des Leadgitarristen, die Stücke mit erfindungsreichen, lyrischen Melodien kreativ zu gestalten und die Rhythmusgruppe mit Akkordanschlägen zusammen mit oder gegen Bass und Keyboards zu verstärken. Die Grundlagenstiele des Rock, Improvisation von Soli, Modulation in eine andere Tonart und die Rocktheorie werden in diesem E-Gitarren-Unterricht behandelt. Dem Anfänger wird der systematische Einstieg in die Techniken und Stile der Rockgitarre möglich gemacht. Das im E-Gitarren-Unterricht benutzte musikalische Material ist in Notenschrift oder Tabulatur dargestellt. Dadurch besteht die Möglichkeit, größere Zusammenhänge zu erfassen und mit Musikern anderer Instrumente zu kommunizieren.

Musikalische Früherziehung:

Aufgabe der musikalischen Früherziehung ist es, Kindern im Alter von 4-6 Jahren die Möglichkeit zu bieten, ihr Bedürfnis nach musikalischer Betätigung weitestgehend zu entfalten. Auf spielerische Art und Weise lernen sie verschiedene musikalische Ausdrucksformen kennen. So z. B. das Tanzen: da gibt es den Tanz, der bestimmte Schrittfolgen hat, oder den der ganz freie Bewegungen erfordert. Das Singen ist natürlich auch ein wichtiger Bestandteil der Früherziehung. Neben vielen Kinderliedern, die erlernt werden, können die Kinder ihre Stimme auch mal anders erfahren. Durch Experimentieren mit der Stimme wird bewußt, daß sie ein richtiges "Instrument" ist. Andere Instrumente sollen dabei nicht zu kurz kommen. Mit ihnen wird gespielt, ihre Handhabung erlernt. Sie werden z.B. zum einführenden Begleiten von Liedern oder Bewegungen eingesetzt, aber auch zum Verklanglichen von Geschichten. So lernen die Kinder den Umgang mit Rhythmen und grafischer Notation kennen, malen zur Musik oder versuchen auch mal einem Saxophon einen Ton zu entlocken. Bei all diesen Aktivitäten soll die Kreativität der Kinder geweckt und gefördert werden. Um der individuellen Entwicklung der Kinder gerecht zu werden, ist die Kursdauer der Früherziehung im MUSIK-KOLLEG nicht auf einen bestimmten Zeitraum festgelegt. Außerdem besteht die Möglichkeit die Kinder zu jeder Zeit aus dem Kursus abzumelden.

Klarinette:

Die Klarinette ist in der Reihe der Orchester-instrumente ein relativ junges Instrument; sie erfreut sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit. Mit dem Klarinettenunterricht kann nach neueren musikpädagogischen Erfahrungen bereits mit dem neunten Lebensjahr begonnen werden. Bei der Aufnahme des Unterrichts muß die Konstitution des Schülers/der Schülerin so kräftig sein, daß sie den nicht unerheblichen körperlichen Belastungen gewachsen ist. Im Anfangsunterricht wird großer Wert auf eine richtige unverkrampfte Haltung gelegt. Ebenso wesentlich ist die richtige Atmung. An Hand einfacher Beispiele wird das Atmen mit dem Zwerchfell bewußt gemacht. Durch eigenes Taktieren, Klatschen des Rhythmus der gelernten Melodien soll das rhythmische Gefühl entwickelt werden. Es gehört zu den Aufgaben des Lehrers, durch phantasievolle und lebendige Hörerziehung den Schüler/die Schülerin eigene Klangvorstellungen entwickeln zu lassen, die dann beim Üben als Leitbilder dienen werden. In gleicher Weise sollten dem Schüler/der Schülerin von Beginn des ersten Musizierstadiums an Einsichten in die formale und stilistische Beschaffenheit eines Werkes vermittelt sowie Anregungen zu selbstschöpferischen Fähigkeiten, z.B. im Sinne des Improvisierens, gegeben werden. Die Auswahl des Lehrstoffes verdient stets besondere Sorgfalt. Musizierstücke und Etüden sind nicht nur danach zu beurteilen, inwieweit sie im grifftechnischen Bereich eine Überforderung des Schülers ausschließen. Vielmehr sollte zugleich festgestellt werden, ob sie auch in ihrem tonlichen Anspruch, in ihrer rhythmischen Struktur und ihrem musikalisch-inhaltlichen Charakter dem Leistungsstand und Verständnis des Schülers/der Schülerin gerecht werden und in jeder Hinsicht zur Förderung geeignet sind

Klavier:

Es ist wohl nicht übertrieben zu behaupten, daß das Klavier heute zu einem der beliebtesten Instrumente gehört. Für das Erlernen des Klavierspiels gibt es keine besonderen physiologischen Voraussetzungen wie etwa bei Blasinstrumenten. Wünschenswert ist ein Schüler, der auf das Instrument und seine mannigfachen klanglichen Möglichkeiten neugierig ist. Man kann mit dem Unterricht sehr früh wie auch später, sogar als Erwachsener, beginnen. Technik und Musikalität sollten stets gleichgewichtig gefördert werden. Langsam, und je nach Altersstufe abgestimmt, soll der Schüler/die Schülerin an das Instrument herangeführt werden, denn gerade eine perfekte Grundausbildung ist die notwendige Basis für den weiteren Unterrichtsverlauf. Entsprechend gründlich ist der Anfangsunterricht gestaltet, der bereits in der ersten Zeit auf eine Anschlags- und Klangveredelung ausgerichtet ist. Durch Gehörbildung und rhythmische Übungen bekommt der Schüler/die Schülerin eine Klangvorstellung von seinem/ihrem Instrument. Instrumentenkunde und spieltechnische Eigenschaften fließen selbstverständlich in den Unterricht mit ein. Über Barock, Klassik und Romantik sollen der Schüler/die Schülerin auch an moderne Unterrichtsinhalte herangeführt werden, denn was wäre ein Klavierunterricht, der bei Bach anfängt und bei Beethoven aufhört. Im Anfangsunterricht ist besonderer Wert darauf zu legen, daß die Hörerziehung am Instrument in gleich intensiver Weise wie die mechanisch-technische Einführung in das Klavierspiel, gepflegt wird. Von der methodischen Unterweisung mit Noten, Fingersatz und dergleichen sollten Anregungen gegeben werden, bereits bekannte Melodien auf das Klavier nach dem Gehör zu übertragen. Außerdem können in tonalen und nichttonalen Verbindungen Töne und Klänge in verschiedenen Lagen des Instruments erzeugt werden, die die Fantasie des Schülers/der Schülerin wecken. Diese klangliche Vielfalt kann in Verbindung gebracht werden mit der außer musikalischen Vorstellungswelt des Schülers/der Schülerin und den realen und irrealen Erlebnissen. Dadurch läßt sich die Fähigkeit entwickeln, Töne und Klänge bewußt wahrzunehmen und zunehmend zu differenzieren. Im Zusammenhang damit können außerhalb der traditionellen Notation Schriftformen entwickelt werden, die akustische Klangerlebnisse durch graphische Darstellungen sichtbar machen. Entscheidende Voraussetzungen für das Klavierspiel sind eine natürliche Haltung (Sitz) sowie natürliche Bewegungsfunktionen. Einfache Fallübungen (Halten-Fallenlassen = Anspannung-Entspannung) gehen von der Einheit Arm-Hand, d.h. von den bereits vorhandenen natürlichen Greiffähigkeiten des Schülers/der Schülerin aus. Diese Übungen können zunächst auch ohne Benutzung des Instruments durchgeführt werden mit dem Fall auf fünf, vier, drei, zwei Finger bis zum Einzelfinger (vor dem Fall hängendes Handgelenk, nach dem Fall federndes Handgelenk, kein Druck, leichte Stütze im Fingerdruckgelenk beim Abschlag) mit dem Übergang zum Fingerspiel in legato. In der natürlichen Einrichtung der ersten Spielvorgänge liegt der Kern zur allseitigen Entwicklungsmöglichkeit. Bewegung und Klangerwartung sind untrennbar! Die ersten Übungen, die sich mit der Haltung am Instrument, dem Anschlag und der Tonbildung beschäftigen, sollte der Schüler/die Schülerin zunächst ohne Noten erarbeiten (als erster Weg zum Auswendigspiel).

Pop-Piano:

Das Angebot des Pop-Pianounterrichtes richtet sich in erster Linie an Schüler der Fächer Keyboard und klassisches Klavier, die bereits einige Zeit lang Instru- mentalunterricht erhalten haben. Unter den Begriff Pop fallen die Bereiche der aktuellen Pop- und Rockmusik wie sie aus den entsprechenden Hitparaden bekannt sind. Außerdem soll eine erweiterte Einführung in das Jazzpianospiel erfolgen. Dabei werden in allen drei Sparten die Besonderheiten in Harmonie- und Akkordlehre sowie der Rhythmik des Stils erörtert und an konkreten Stücken nachvollziehbar gemacht. Die entsprechende Literatur kann aus Rockpianostücken der letzten 20 Jahre, Boogie-Woogie und Bluessongs oder genauso aus aktuellen Popsongs bestehen. Ebenso werden einfache Jazz- und Swingstandards erarbeitet. Der größte Unterschied zum "klassischen" Unterricht ist warscheinlich das große Augenmerk auf das freie Spielen. Nicht immer werden Stücke anhand von vorgegebenen Notentexten erlernt, stattdessen erarbeitet sich der Schüler unter Hilfestellung des Lehrers anhand von sogenannten Leadsheets(Melodie und Akkordvorgabe) seine ganz persönliche Version eine Stückes. Hat man die Umsetzung von minimalen Vorgaben in einen Solopianovortrag einmal erfolgreich ausprobiert, so ist der Schritt zum Improvisieren, wie man es aus Rock und Jazz kennt, kein sehr großer mehr.

Posaune:

Die Posaune entwickelte sich aus der Familie der Trompeteninstrumente als eine selbständige Gattung fort. Die Geburtsstunde beginnt mit der ebenso einfachen wie genialen Erfindung des charakteristischen Zuges, der nunmehr erlaubte, ein Blechblasinstrument chromatisch bis in den Baß hinein zu spielen. Die artbildende Eigenschaft des Zuges blieb über fünf Jahrhunderte bis heute der Posaune erhalten und konnte auch nicht durch die zu Anfang des 19. Jahrhunderts erfundenen Dreh- und Pumpvetile verdrängt werden, durch die alle anderen Blechblaßinstrumente ihre chromatische Beweglichkeit erhielten. In der zeitgenössischen Musik nimmt die Posaune in einem weiter wachsenden Maße einen wichtigen Rang ein, auch als Soloinstrument. Eine sehr große Verbreitung hat die Posaune in Posaunenchören, Blaßorchestern, in der Tanz- und Jazzmusik. Der Bläser kann durch beliebige Variation der Lippenspannung und des Luftdrucks im Munde bestimmte Tonhöhen erzeugen. Die konkrete Tonhöhe unterliegt also dem Willen und den Fähigkeiten des Bläsers. Die spezifischen Schwierigkeiten auf der Posaune, die relative Schwerfälligkeit der Zugtechnik und die nicht fixierte Tonhöhe, die allerdings bei geschultem Gehör die Posaune anderen Instrumenten darin überlegen macht, erfordern eine besondere Sorgfalt und Geduld von Lehrer und Schüler. Ebenso wie die ständig zu korrigierende Haltung verdient auch die Schulung des Gehörs größte Beachtung. Es liegt an der Natur der Posaune, daß hier der Schüler mit den gleichen Problemen konfrontiert ist, wie jeder Schüler eines Streichinstrumentes. Erschwerend kommt noch hinzu, die richtigen Naturtöne zu "treffen". Wie ein Sänger sollte daher ein Posaunist seine Töne und vor allem seine "Einsätze" vorher "innerlich" hören.

Querflöte:

Aufgrund ihrer früheren Bauweise zählt die Querflöte auch heute noch zur Gruppe der Holzblasinstrumente. Innerhalb dieser Instrumentengruppe ist die Querflöte, spieltechnisch gesehen, das am leichtesten zu erlernende Instrument, auch wenn man beim Anblick der vielen Klappen und der komplizierten Mechanik dieses zunächst nicht vermuten sollte. Hauptanliegen des Querflötenunterrichts sollte zuerst einmal sein, Freude am Musizieren und "Flöteblasen" zu wecken. Zu Beginn richtet sich das Interresse von Schüler/in und Lehrer/in auf die Bildung eines soliden Anblasansatzes, damit baldmöglichst volle, "satte" Flötentöne erklingen. Atemübungen verstärken diese Bemühungen. Bald schon kann der/die Flötenschüler/in die ersten Lieder auf seinem/ihrem Instrument spielen. Nach und nach wird der Tonraum erweitert, denn die Querflöte umfaßt mehr als drei Oktaven. Auch die chromatischen Übungen werden bald eingebunden in den Unterricht, was später den Zugang zu Orchestern und Ensembles erleichtert. Im Laufe der Unterrichtszeit wird der/die Schüler/in sein/ihr Spielrepertoire um verschiedenste Stücke aus allen Stilepochen und Richtungen erweitern, ebenso erhält er/sie die dazugehörenden Informationen über einzelne Komponisten und Spielweisen. Daß dies ein unerschöpfliches Thema ist, braucht an dieser Stelle sicher nicht extra erwähnt zu werden. Aber eben diese Vielfalt ist es, die so viele Menschen zum Querflötenspiel bringt und Musizierenden wie auch Zuhörern viel Freude bereitet.

Saxophon:

Um 1840 erfand der Brüsseler Adolph Sax (1814-1894) ein Instrument mit stark konisch geformter Röhre aus Metall, das mit einem Einfach- Rohrblattmundstück versehen war. Durch die Verwendung eines Rohrblattes gehört es trotz seines aus Metall gefertigten Korpus zur Familie der Holzblasinstrumente. Heute unterscheidet man insgesamt vier Saxophontypen. Das Sopran-Saxophon in Bb, Alt-Saxophon in Eb, Tenor-Saxophon in Bb und Bariton-Saxophon in Eb. Durch seine vielseitige Verwendung ist das Saxophon in fast allen Bereichen der Musik weit verbreitet. Das Saxophon ist kein Anhängsel irgendeines anderen Instruments. Es muß daher völlig eigenständig und mit aller Gründlichkeit " von Anfang an" behandelt werden. Ob sich der/die Lernende dem Jazz oder der Konzertmusik zuwenden wird, einige fundamentalen Dinge, wie Atmung, Haltung, Ansatz, Intonation Fingersatz u.a.m. sind für alle gleich. Im allgemeinen sollte der Unterricht nicht vor dem 10. Lebensjahr aufgenommen werden; Ausnahmen sind möglich, da die Konstitution des Schülers/der Schülerin ausschlaggebend ist. Der Schüler/die Schülerin sollte einen normalen Zahnwuchs aufweisen. Der Unterricht kann auf allen Saxophonen (Sopran, Alt, Tenor und Bariton) erteilt werden. Durch den Unterricht werden sich die notwendigen bläserischen Funktionen entwickeln lassen, was nicht selten auch auf die noch im Wachstum befindlichen Kinder kräftigend wirken wird.

Schlagzeug:

Der Schlagzeugunterricht nutzt den natürlichen Spieltrieb des Menschen. Während Erziehung und Konvention diesen natürlichen Spieltrieb bei Erwachsenen zum Teil schon verschüttet haben, tritt er bei Kindern und bei Jugendlichen meistens noch unbehindert hervor. Der Wunsch, seelische Spannungen oder auch Lebensfreude durch rhythmische Aktionen (Händeklatschen, Fingerschnippen, Füßestampfen, "auf die Pauke hauen") zu lösen, ist unterschwellig in jedem Menschen vorhanden. Ein Geschenk, das die Natur dem Schlagzeuglehrer gratis macht: Der von vornherein motivierte Schüler. Einmal vermittelt der Umgang mit Becken, Triangel, Gong, Klanghölzern, der Schlag auf die Trommel oder das Malletinstrument ein ganz spontanes Erlebnis, das sich in einem einfachen Bewegungsvorgang äußert, durch keine aufwendige Technik behindert wird und sich klanglich unmittelbar umsetzen, d.h. realisieren läßt. Das Schlagzeugspiel bietet also auch schon ohne große Perfektion nachhaltige Erfolgserlebnisse. Zum anderen ist, anders als bei herkömmlichen Instrumenten, bereits nach wenigen Stunden einfaches Gruppenspiel möglich. Die Schüler können in einer für sie absehbaren Zeit schöpferische Vorstellungen umsetzen. Sie können miteinander kommunizieren und sich präsentieren. Der Schüler/die Schülerin wird lernen, die Motorik zu trainieren, zu koordinieren ja, ganz bewußt zu erleben. Ein Lernprozeß, der sich nicht nur auf das Schlagzeugspiel auswirkt, sondern auf die gesamte persönliche Entwicklung. Ob Profi oder Anfänger, auch die Drummer haben wichtige Funktionentionen in der heutigen Musik. Für die meisten Leute sind sie die "Krachmacher" in einer Band oder die "Takthalter" für schlechte Keyboarder oder Gitarristen. ( ! ) In allen aktuellen, aber auch ehemaligen Musikrichtungen fand der Schlagzeuger stets seinen Platz und seinen ganz persönlichen Stil, der, wie man immer wieder feststellt, ganze Musikrichtungen in Bewegung brachte. Sei es nun Marschmusik, Popmusik, Funk oder Jazz in jeder Musikrichtung ist der Schlagzeuger nicht nur als "rhythmischer Motor" anzusehen, der durch seine geradlinige und konstante Spielweise die komplette Band begleitet und zusammenhält. Wir unterrichten unter Berücksichtigung der Schlagzeugnotation, aber auch in freiem Stil.

Trompete:

Die Trompete ist eines der vielseitigsten Instrumente unserer Zeit und findet in fast allen Bereichen der Musik Verwendung. So ist es auch zu erklären, daß sich viele junge Leute für dieses Instrument entscheiden. Doch wie sieht der Unterricht in diesem Fach aus? Sicher muß der Instrumentalunterricht individuell auf jeden Schüler/jede Schülerin ausgerichtet sein, doch treten gerade im Anfängerunterricht bei jedem Schüler/jeder Schülerin ähnliche Schwirigkeiten auf: Da ist zunächst einmal das Problem der Tonerzeugung als solches, denn anders als z.B. bei Tasteninstrumenten erscheint der gewünschte Ton nicht einfach "auf Knopfdruck" . Dem Schüler/der Schülerin muß also zunächst ein Gefühl dafür vermittelt werden, wie die Lippen mit der Atemluft in Schwingung versetzt werden. Im nächsten Schritt wird diese Schwingung dann auf das Mundstück übertragen. Der Schüler/die Schülerin lernt also anfangs die Tonerzeugung mit den Lippen und dem Mundstück. Später tritt dann die Trompete als Verstärker der durch die Lippen erzeugten Schwingung hinzu. Der nächste Schritt besteht nun darin, den Tonraum, der zu spielen gelernt wurde, auszubauen, d.h. in Halbtonschritten nach oben und unten zu erweitern. In dieser Phase ist es unerläßlich, daß der Lehrer/ dieLehrerin die Übungen für den Schüler selber schreibt, denn der Tonraum, von dem ausgegangen werden kann, ist jeweils individuel verschieden. Umfaßt der Tonraum ungefähr eine Oktave, so kann auf vorhandenes Unterrichtswerk zurückgegriffen werden. Nun lernt der Schüler/die Schülerin, auch verschiedene rhythmische Figuren auf der Trompete zu spielen und die verschiedenen Notenwerte zu unterscheiden. Neben den rhythmischen Übungen nimmt das Erlernen der richtigen Atemtechnik und einer guten Tonqualität einen wichtigen Platz in der Ausbildung ein. Hierzu verwendet man kleinere, bekannte Lieder, geht dann über melodische Übungen hin zu ganzen, längeren Etüden, in denen gleichzeitg Tonqualität und Technik gelernt werden können. In einer weiteren Lernphase gelangt man dann auch zu anderen Anstoßarten, wie z.B. der Doppel- und Triolenzunge. Auch sollten rhythmisch schwierige Bereiche, wie z.B. das Spielen von Synkopen, erlernt werden. Das weitere Aufbauen des Ansatzes sowie die Kraft beim Spielen dürfen dabei nicht vernachlässigt werden, so daß der Schüler/die Schülerin auch irgendwann einmal in der Lage ist, schwierige Konzertstücke zu meistern.

Violine:

Die Geige entwickelte sich im 15. und 16. Jahrhundert und erreichte in Form und Klangschönheit durch die italienischen Meister ihre bis heute unübertroffene Vollendung. Demgegenüber hat es in der Technik des Geigenspiels bis in unsere Zeit hinein beständig Veränderungen gegeben. Um allen Ansprüchen gerecht zu werden, muß der Schüler früh eine fundierte Technik auf seinem Instrument erlangen. Die Unterrichtszeit beträgt je nach Alter und Konzentrationsvermögen 30 bis 45 Minuten. Nach Überwindung der Anfangsschwierigkeiten (Geigenhaltung, Bogenhaltung und Bogenführung) muß rechtzeitig begonnen werden, die Unabhängigkeit der Finger auszubilden. Übungen für die horizontale und vertikale Fingerbewegung der linken Hand mit dem Ziel die verschiedenen Formationen zu festigen sind ebenso unerläßlich wie die Entwicklung von Grundtechniken des rechten Armes und der rechten Hand durch verschiedene leichte Strichkombinationen auf leeren Saiten, an Tonleitern oder Übungen. Geübt werden im Geigenunterricht die technische Gewandheit und die musikalische Ausdrucksweise (d.h. auch das individuelle musikalische Empfinden soll gefördert werden). Der Schüler/die Schülerin soll einen schönen, vollen Ton auf der Geige erzeugen können und ein gutes Intonationsgefühl erlangen.

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© Bettina Bockholt MUSIK-KOLLEG Ihre Musikschule in Rheine